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Die frühen Weindörfer Ediger und Eller

 

Innerhalb der Gemarkung Ediger-Eller reichen die ältesten Siedlungsspuren bis in die jüngere Steinzeit zurück. Durch unterschiedliche Funde kann dies belegt werden.

Die Siedlungen Ediger und Eller entstanden an den Ausgängen dreier bachführender Seitentäler als so genannte „Fährgassendörfer“:

 

Von einer den höher gelegenen Teil des Ortes längs durchziehenden Straße führen sogenannte „Fährgassen“ zum Flussufer hinab, wo die heutige Moselweinstraße, die 1853 erbaut wurde, verläuft.

Die Bäche versorgten die Orte mit dem benötigten Frischwasser. Die angelegten alten Brunnen laufen immer noch und bilden heute beliebte Treffpunkte.

 

Der Name Ediger, ursprünglich „ethegreia“, stammt aus dem Keltischen und bedeutet Sandufer. Der Name weist auf die Lage des Ortes hin, der auf den aus den Bächen der Seitentäler ausgespülten Sanden, den Schwemmflächen, gebaut ist.

Nach einer kaiserlichen Erklärung von 1363 blieb Ediger einerseits zwar ein Dorf, erhielt aber Stadtrechte und eine aufwendige Befestigung, die heute noch sehr gut erhalten ist.

Es blieb aber weiterhin ein bedeutendes Dorf mit entsprechendem Einfluss und Reichtum, wovon die vielen Fachwerkhäuser aus dem 16., 17., und 18. Jahrhundert zeugen.

Auch Eller, das Erlendorf, ist keltischen Ursprungs. Es wurde wahrscheinlich nach dem angrenzenden und von Erlen gesäumten Ellerbachtal genannt. 

Während die Grafen von Pyrmont das Hochgericht ausübten, blühte Eller unter den Trierer Kurfürsten immens auf und gelangte zu überregionaler Bedeutung. So lieferten mehr als 70 Dörfer ihren Zehnten im Ellerer Zehnthaus ab, es existierte sogar ein eigenes Ellerer Maß. Während dieser Zeit entstanden überall im Ort Höfe des Adels.

1879 kam die Eisenbahn und mit ihr ein Bahnhof in Eller. Der Bahnhof stellte einen bedeutenden Umschlagplatz für Wein und die Lohe aus den umliegenden Wäldern dar. Der Kaiser-Wilhelm-Tunnel mit seinem beeindruckenden Portal galt 108 Jahre lang als der längste Tunnel Deutschlands.

Die vorzüglichen Weine aus der Umgebung des Calmont und aus den Steillagen von Ediger und Eller waren weithin bekannt und zogen Klöster und Adel an, hervorragende Weinlagen wurden nach Ihnen benannt. Eine Vielzahl herrschaftlicher Fachwerkhäuser sowie geistliche und adelige Weinhöfe bestimmen bis heute das Ortsbild von Ediger-Eller.

Kunsthistorische Schätze zeugen von  dieser bedeutenden Vergangenheit.

Seit 1969 sind die ehemals selbständigen Ortschaften zu einer Doppelgemeinde zusammengefasst.

 

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